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Eigentlich wollte ja keiner von uns zum Bund, aber wer will das auch schon wenn man gerade 18 ist und ganz was anderes vor hat. Aber irgendwann erwischt einen ein Einberufungsbescheid und dann hat man auch schon bald eine Fahrkarte in der Hand und ab geht der Zug. In unserem Fall fuhr der Zug nach Norden und dann immer geradeaus. Ich wusste damals noch gar nicht, das es hinter Hamburg noch Land gab. So lernt man im Leben eben dazu.
Und wenn man dann in solch einer Kaserne angekommen ist, dann wird man nicht gefragt, wer einem sympathisch ist und mit wem man das Zimmer teilen möchte. Nein, man wird einfach der Größe nach aufgestellt und dann werden die Zimmer verteilt. Doch wie man an unserem Beispiel sieht, kann man dabei auch ein Riesenglück haben. Sonst hätten wir wohl nach 30 Jahren nicht immer noch Kontakt und würden uns einmal im Jahr treffen.
Irgendwie passten wir alle zusammen und das nicht nur nach der Größe. Wir sorgten so dafür, dass wir fast die ganzen 15 Monate der Wehrpflichtzeit zusammen bleiben konnten. Nach dem Grundlehrgang der Gastenlehrgang und dann ab zu den Marinefliegern nach Jagel. Irgendwie haben wir die Zeit schon um bekommen. Natürlich gab es viel Musik in unseren Zimmern und so haben wir uns auch nach Ende der Wehrpflicht nicht aus den Augen verloren.
So haben wir gegenseitig unsere Hochzeiten miterlebt. Kinder kamen dann zu unseren Treffen auch dazu und diese Kinder sind jetzt schon so alt, dass sie gar nicht mehr zu den Treffen mitkommen möchten. So vergehen die Jahre.
Und über eines wird bei unseren Treffen am allerwenigsten geredet: übe die Zeit bei der Marine. In den letzten dreißig Jahren sind ja auch viel interessantere Dinge passiert, über die es sich zu reden lohnt.
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